20.07.2006 - Sezgin Boynik: Lernen vom Underground
Sezgin Boynik: Lernen vom Underground
1. Von der Haltung lernen
Auch wenn der Underground hermetisch ist, will er die (Mainstream-)
Welt um sich herum effektiv verändern. Natürlich wächst diese
Effektivität proportional mit dem Potential der Sichtbarkeit des
Undergrounds in der öffentlichen Sphäre. Das ist eigentlich eine
Utopie, die zu einem gewissen Grad paradox ist und die die vollständige
Realisation des politischen und kritischen Programms des Underground
verhindert. Wenn Underground effektiv sein will, muss er auf die Stelle
des Mainstream zielen, wo Macht (power) versammelt ist, die entweder
verändert oder zerstört werden kann. Dass dem Subjekt der Macht eine
solche Veränderung widerfährt, ist jedoch ein seltener Fall in der
Geschichte des Underground. Warum das so ist, ist unklar, doch sicher
ist, dass das erwähnte Paradox einer der Gründe ist, warum ein
politisches Programm des Underground unmöglich ist. Jede Manifestation
des Underground in der öffentlichen Sphäre (des Mainstreams) führt zu
der unvermeidlichen Rekapitulation nach den Gesetzen der Vereinnahmung
(recuperation).
Es besteht allerdings ein Fünkchen Hoffnung,
dass doch noch jemand aus dem Mainstream vom Underground lernt und
seine Haltung verändert. Vielleicht ist das einzige Beispiel für eine
solche Veränderung Patty Hearst (aka Tania), die sich nach ihrer
Entführung der Stadtguerilla-Bewegung SLA anschloss. Doch dieses
sogenannte „Stockholm Syndrome“(1) wird als psycho-pathologisches
Phänomen interpretiert. Natürlich war es für viele zu spät, was auch
immer vom Underground zu lernen, wie zum Beispiel für den unglücklichen
Aldo Moro (2). Nicht zu spät aber war es für Dejan Sretenović, den
Kurator des Museums für Zeitgenössische Kunst Belgrad, etwas von dem
Hass des Zampa di Leone zu lernen (3):
„... Sehr geehrte Kultur-Arbeiter, Künstler, Kollegen und Freunde; sehr geehrtes Publikum!
Ich
arbeite jetzt schon bald 15 Jahre in der Kultur und, kurz gesagt, ich
habe die Schnauze voll!!! Diese ganze Kulturpolitik, diese platzierten
Parteihengste, perversen Institutionen, Sesselhocker, die Fonds und
Stiftungen, das ewige Beinestellen, das alles, meine Lieben, hat
jegliches erträgliche Maß überschritten hier in diesem unseren kleinen
Serbien. Die ganze serbische Kulturszene ist in ein unerträgliches
inzestuöses Fahrwasser geraten und mit tiefster Verbitterung muss ich
feststellen, dass das Fass übergelaufen ist.
Aber ich fürchte
niemanden mehr! All die Majas, Rankas, Brankas, oder Darkas, die ganzen
orthodoxen Pfaffen aus Koštunicas Partei, vom Bürgerbund oder den
Radikalen... all die Ambrozićs, Matićs oder Dinkićs... meine Lieben,
die können alle abdanken!
Ja! Der Kapitalismus hat abgedankt!
Jeder
auf der Welt sieht, dass das Ende des Kapitalismus und des Markts
gekommen ist und damit das Ende der Kunst als armseliger
kapitalistischer Abfall!
Ich bin glücklich, dass in mir jener
ehrliche Punker und Anarchist der Jugendzeit wieder auferstanden ist.
Und endlich habe ich kapiert, dass Museen und Bürokraten verrecken
müssen.
Dass diese Universitäten in Wirklichkeit eine Lügenwelt sind und dass uns die Reichen am Arsch lecken können.
Und
jetzt bin ich sehr glücklich, denn es gibt jemanden der zu allem NEIN
gesagt hat! Es gibt ihn und ich bewundere ihn aus ganzen Herzen.
Ja!
Zampa di Leone hat recht und ich grüße ihn mit dieser E-mail. Ich
entschuldige mich bei ihm, und alle sollen hören, was ich sage: Du hast
vollkommen recht, Zampa, denn dieses Bild, das du uns gegeben hast,
diese hässlichen Zeichnungen, die aussehen wie das Gekritzel aus
öffentlichen Toiletten, diese Intrigen hinter den Kulissen, dieser
stumpfe Banalismus... das sind wirklich WIR.
Danke, Zampa, noch
einmal für den Spiegel, den du uns vorhältst, danke SEEcult, die all
das komplett im Internet veröffentlicht haben. Schaut euch die Seite
von SEEcult an, was soll ich noch sagen:http://seecult.org/ipw-web/gallery/ZampaDiLeone
Das
sollte jeder gelesen haben, da kann man etwas lernen und versuchen sich
zu ändern, denn das, was Zampa di Leone macht, ist wirklich heilsam.
Wir müssen diesem hässlichen Spiegel ein Lächeln zeigen und uns
vielleicht einer plastischen Operation unterziehen und einen neuen
Anfang machen.
Mit den besten Absichten,
Euer
Dejan Sretenović“
Natürlich
ist das eine Utopie und natürlich arbeitet Dejan Sretenović noch immer
als Kurator am Belgrader Museum. Aber interessant ist die Unmöglichkeit
der Lektion, die Zampa di Leone hier parodiert, indem er sie wie eine
Strategie des cultural jamming hinstellt. Doch obwohl es nicht möglich
ist, gibt es ernsthafte Vertreterinnen der Mainstream-Kultur, die etwas
von Zampa di Leone gelernt haben. Zum Beispiel Marina Gržinić, Suzana
Milevska, Tanja Ostojić und so weiter...scheinen etwas von Zampas
Comics gelernt zu haben, wie es in den E-mails auf den Seiten über
Zampa zu lesen ist. Doch das scheint eher die Art von Lektion zu sein,
die man vom Habitus lernen kann, so wie Popkritiker Greil Marcus in
seinem Buch über Punk und Situationismus „Lipstic Traces“ in den
„rrrrr“s von Jonny Rotten die revolutionäre Anarchie sieht. Doch das
ist eine Lektion, die Gleichgültigkeit zulässt und die jegliche
Radikalität von Anfang an abstumpft, weil sie die gesamte Kritik des
Underground auf eine „negierende“ Haltung (attitude) reduziert.
In
diesem Zusammenhang ist kürzlich ein Gespräch zwischen den Künstlern
Serkan Özkaya und Halil Altindere veröffentlicht worden, in dem beide
auf leichte und entspannte Art über ihren apolitischen abgestumpften
Radikalismus sprechen, ohne irgendein Paradox zu erwähnen. Jetzt war
frische Kritik aus dem anarchistischen Kreis um Süreyyya Evren zu
hören, die diese „tödliche Gleichgültigkeit der Kunst“(4) kritisierte.
Auch Zampa di Leone hat die ernsthafte Absicht, diese tödliche
Gleichgültigkeit und das Paradox des radikalen Mainstream-Künstlers zu
kritisieren, indem er in diesem Wunderland der Zeitgenössischen Kunst
einen Kurzschluss erzeugt.
2. Von der Geschichte lernen
Die
Geschichte von Zampa di Leone ist kurz und noch enger ist der Raum, auf
den sie sich bezieht. Das ist größtenteils die Sphäre der
zeitgenössischen Kunst und des Aktivismus in der Region des Balkans.
Aber die Aktivitäten von Zampa fanden zur rechten Zeit am rechten Ort
statt und sind deswegen zu Geschichte geworden. Sie entstanden in einem
Moment, in dem eine Tradition erfunden werden sollte und haben diesen
Versuch, Geschichte zu konstruieren, auf brillante Art negiert. Die
Rede ist vom ersten Fanzine Zampas, „Im Arsch des Balkans“(5), in dem
er die Mode der Balkanisierung einer bestimmten künstlerischen Praxis
parodiert. Es gab viel Kritik an den Ausstellungen zeitgenössischer
Kunst des Balkans, die gefeierte Kuratoren wie Harald Szeemann und Rene
Block organisierten. Eigentlich könnte eine einfache Analyse zeigen,
dass zwischen den alten national-faschistischen Repräsentationen des
Balkans in Europa und den aktuellen Praxen der ästhetisierten Politik
dieser geschätzten Kuratoren direkte Verbindungen bestehen. Das kann
entweder (mit Block) anhand der Imagination Karl May’s bewiesen werden,
die auch Hitler immer wieder begeisterte, oder (mit Szeemann) anhand
der erfundenen Etymologie des Wortes Balkan, die sich zwischen den
Karikaturen von Emir Kusturica und Christian Rosenkreuz befindet.
Zampa
di Leone ist sich dieser Paradoxa bewusst und er operiert erfolgreich
nach Art eines lautstarken Heuchlers. Die Hauptakteure der
Balkanisierung werden als finsterste Gesellen, als Vampire, Zombies,
Würmer, etc. dargestellt. Mit dieser Übertreibung der Situation ist es
Zampa gelungen, eine Störung in der freudigen Geschichte der
Balkanisierung hervorzurufen (es heißt, dass etwa 10 000 Besucher auf
seiner Seite waren). Er hat es geschafft, Gegen-Geschichte im
Experiment der ästhetischen Formulierung des Balkans zu schreiben und
das ist vielleicht das, was Maria Todorova am Ende ihres Buches
vorausgesehen hat, nämlich dass „Europa, so wie es den Frauenhass
geschaffen hat, auch den Feminismus geschaffen hat und so wie es den
Balkanismus geschaffen hat, auch den Anti-Balkanismus schaffen wird .“
Natürlich ist es zu früh und übertrieben zu behaupten, dass es Zampa di
Leone gelungen sei, anti-balkanische Geschichte zu schreiben, aber sein
Fanzine mit 8 Seiten ist das einzige Phänomen, das auf
offensichtlichste, brutale und schonungslose Art einen Kurzschluss in
der fröhlichen Kanonade erzeugen konnte.
Ein anderer Aspekt von
Zampa und anderen Underground-Phänomenen bezieht sich auf deren direkte
Umgebung, in diesem Falle auf Belgrad und die dortige Kunstszene. Kurze
(aber wahre) Anekdoten über die Szene, die für Zampa ein
„nationalfaschistisches- arschleckendes- kapitalistisches-
turboarmseliges Spektakel“ ist, werden auch nach vielen Jahren in
Erinnerung bleiben, wenn Zampa di Leone seine Aktualität verloren hat
und zu einer Kuriosität der Anti-Geschichte des Undergrounds geworden
ist. Zampa karikiert hier die Situation der zeitgenössischen
künstlerischen und aktivistischen Szene, die besonders ambivalent ist,
wenn es sich um politische Problematiken handelt. Das Symbol dieser
Ambivalenz in den Zeichnungen von Zampa di Leone ist der Kurator
Branislav Dimitrijević, genannt „Vaters Sohn“(6). Man kann ohne
Übertreibung sagen, dass Vasif Kortun (Istanbul), Mika Hannula
(Helsinki) und Branislav Dimitrijević (Belgrad) die Situation einer
Kultur der Ambivalenz darstellen, die in ihren Aussagen in öffentlichen
Diskursen durchaus radikal und kritisch ist, aber gleichzeitig absolut
etablierte Mainstream-Praxis darstellt und unvermeidlich auf
Kollaboration mit korporativer Macht und konservativen Fonds basiert.
Dieses Phänomen breitet sich immer mehr aus und führt in eine immer
größere Schizophrenie. Es wird immer mehr Beispiele wie Charles Esche
geben, für die radikale Politik einzig und alleine die Toleranz und
Gastfreundschaft in den Institutionen der Zeitgenössischen Kunst
bedeutet. Das ist eine radikale Politik, die zum Mehrwert des Kapitals
geworden ist und die sich zufällig auch nach der Politik der
Institutionen richtet. Diese chaotische Situation scheint es zu sein,
die Zampa am allermeisten stört.
3. Von der Strategie lernen
Zampas Strategie basiert auf der alten situationistischen Devise: „Die
Schande noch größer machen“(7). Auch wenn wir aus Zampas Geschichte
gelernt haben, dass ihn die schizophrene Ambivalenz in der Kultur
stört, ist uns doch nicht klar, welche für ihn die richtige Alternative
ist. Auch ist uns nicht ganz klar, welche seine Haltung ist, die das
Potential haben könnte, so etwas wie das „rrrrrr“ in der „Anarchie“ von
Johnny Roten zu sein. Es gibt den Versuch, die Strategie von Zampa zu
analysieren. Die mazedonische Kuratorin Suzana Milevska tut dies in
einem Text (8), in dem sie die politische Paralyse in den radikalen
künstlerischen Praxen ex-Jugoslawiens untersucht. Sie steht auf dem
Standpunkt, dass Zampa di Leone und IRWIN (?!) den nicht-öffentlichen
Diskurs darstellen, der im ambivalenten System der sozialistischen
Selbstverwaltung Jugoslawiens allgemeine Praxis war. Sie kritisiert so
die Strategie der Anonymität und Unsichtbarkeit Zampas als Simulator
der Paralyse im öffentlichen Raum der Kultur. Die Autoren von Zampas
Comics sind unbekannt oder genauer gesagt bis zu einem gewissen Grad
unbekannt. Aber diese Anonymität steht in keiner Hinsicht in Beziehung
mit dem paralysierten kulturellen Raum. Zumindest gibt es keinerlei
historische Verbindung, denn Zampa ist nicht in den 90er Jahren
entstanden, als der Eskapismus die allgemein akzeptierte Taktik der
zeitgenössischen Kunstszene Serbiens war, sondern 2003, als politische
und öffentliche Kunst die populäre Kunst-Praxis war.
Die Anonymität
von Zampa di Leone ist eher eine Strategie gegen den Kompromiss und die
Leichtigkeit des „everything goes“. Zum Beispiel fand es die Künstlerin
Tanja Ostojić nicht unangenehm von Zampa parodiert zu werden und
druckte die Karikatur in ihrem Buch „Strategien des Erfolgs“ ab. Dies
ist vielleicht eine andere Seite der Ambivalenz der zeitgenössischen
Kunst, die am besten durch das alt-marxistische Schimpfwort des
Opportunismus charakterisiert werden kann.
4. Von der Semiotik lernen
Im
allgemeinen ist die Sprache des Underground so hermetisch, dass wir
gezwungen sind, mit ihrer Struktur zu sprechen. Aber dennoch gibt es
etwas, dass sich Freud'scher Versprecher nennt, und davon gibt es viele
in den schnell gezeichnete Comics von Zampa di Leone. Die Versprecher
von Zampa enthüllen etwas, dass auf eine seltsame Weise „balkanisch“
ist. Indem Zampa die paradoxe zeitgenössische Kultur in Serbien und
ihre Verbindung mit westlichen Fonds und Institutionen kritisiert,
reproduziert er etwas, das allgemein zum öffentlichen Diskurs
vielleicht ganz Serbiens gehört. Das kann man zum Beispiel an der
Parodie des Magazins „Prähistorische Flash-Art“ und des „Bulgarischer
Katalogs der Soros Produktion“ sehen, die sich im Bücherregal von
Muda.org (Kuda.org) befinden. Das gleiche Phänomen wiederholt sich in
dem Comic „Letzte Sorosiade in Budapest“, wo ein ungarischer Zöllner
Branko Dimitrijević „Die Scherpe des Albanischen Soros“ verleiht und wo
(wiederum) Muda.org um den Preis des bulgarischen Soros bettelt; oder
wenn Dr. Agan den Anus der „B92-Test-Maschine - Spende aus Norwegen“
passiert und auf ihn der große Preis des neuen rumänisch-slowakischen
Euro wartet. Das vielleicht bildhafteste Beispiel ist der Trabant mit
der albanischen Flagge.
Hier akzeptiert Zampa di Leone eine
Sprache, die dem nationalistischen Diskurs sehr nah ist und die
gleichzeitig anti-globalistisch, anti-opportunistisch,
national-paranoisch und männlich (das ist sehr augenfällig bei Zampa)
ist: kurz gesagt „balkanisch“, wie der Soziologe Rastko Močnik in
seinem Text über die Produktion des Mechanismus des Balkanismus (9)
analysiert hat. Genauso bekommt die serbische Kunst als
„Vasallentätigkeit“ von Zampa die gleiche Kritik, die Soros-Stiftungen
in den ultra-nationalistischen Kampagnen bekamen. Trotzdem ist es
unzutreffend zu sagen, Zampa stelle eine nationalistische Kritik der
zeitgenössischen Kunst dar. Durch diese semiotischen Versprecher kann
man erkennen, dass Zampa di Leone eigentlich das Spektakel in einer
Gesellschaft kritisiert, in der „die Teilung noch nicht ihren Höhepunkt
erreicht hat“ (10). Die Politik von Zampa könnte man eher als politisch
nicht korrekt beschreiben, denn als nationalistisch. Unkorrekte Politik
in einer unkorrekten Situation! Das ist die gleiche eigenartige
unkorrekt-reale Politik, die zum Beispiel aus einem Graffiti in Belgrad
spricht: „Wenn der Staat gut wäre, hätten auch die Zigeuner einen.“
5. Von der recuperation lernen
Das
ist eine Lektion für Zampa di Leone, die er anscheinend noch nicht
bekommen hat. Aber wie wir aus der Geschichte des Underground gelernt
haben, ist es nur eine Frage der Zeit, wann wir einen Hochglanz-Katalog
des Opus von Zampa di Leone zu Gesicht bekommen.
(1) Mehr
dazu in dem Artikel „Revolutionary Will vs. Stockholm Syndrome“,
Magazin on the Image of Girls in Radical Politics #1 fanzine, Prizren,
2005.
(2) Der italienische Ministerpräsident Aldo Moro wurde am 1978
von den linksterroristischen Roten Brigaden (Brigate Rosse) entführt.
(3) Folgender Text kursierte als E-Mail Anfang 2005 in den Mailinglisten diverser Kulturinstitutionen.
(4) Süreyyya Evren, Sanatci Olmak, „Künstler werden“, Birgun, Istanbul, 26. März 2006
(5) Zampa di Leone, „In the Arse of the Balkans“ http://zampa.various-euro.com
(6)
Milica Tomić, die sich zwischen partisanischer Radikalität und
Turbo-Folk-Nationalität bewegt, ist das ausdrucksstärkste Beispiel
dieser Ambivalenz in Zampas Comics.
(7) horrorkatze (die vielleicht
in Verbindung mit Zampa stehen) haben den Text „Realisation of
Situationist Projections“ veröffentlicht in: OUT1 Magazin, April 2004,
Novi Sad und „art-ist“ Magazin, Juni 2004, Istanbul.
(8) Suzana Milevska, „Die inszenierte (Un)Sichtbarkeit“, Januar 2005 http://eipcp.net/transversal/1202/milevska/de
(9)
Im Text „Institution Balkan“ gibt Rastko Močnik reichliche Beispiele zu
diesem Mechanismus des Balkanismus, der sich auf den Balkanismus
anderer gründet und der auch nicht-balkanische Länder anstecken kann.
Auf diese Weise werden alle Länder balkanisch. Zum Beispiel: „...jene,
die Kroatien auf dem Balkan zurückdrängen wollen“ (Franjo Tudjman, HTV,
4.8.1996), „Sogar Rumänien lacht über uns“ (Titel in der Zeitung:
Kontinent, Sofia, 22.11.1996), „Sogar in Albanien nennen sie jetzt
Idioten 'Bulgarische Heizung'“(24 casa, Sofia, 14.12.1996), und so
weiter...
(10) Man kann sagen, dass diese Art des Spektakels mehr
dem diffusen Spektakel entspricht, das Debord in „Kommentare zur
Gesellschaft des Spektakels“ formuliert hat. Aber trotzdem ist es
klüger, eine weitere Diskussion darüber nicht fortzusetzen, denn das
kann zu einer Relativierung des politischen Raums führen, der sich
latent nationalistisch definiert im Sinne von „für uns ist eine andere
Theorie nötig“.
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3.12.2006 - Merry Christmas Gifts |
| Posted by Anonymous |
Hi people
I do not know what to give for Christmas of the to friends, advise something .... |
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4.12.2006 - Who listens to what music? |
| Posted by Anonymous |
Hello. Good day
Who listens to what music?
I Love songs Justin Timberlake and Paris Hilton |
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17.04.2007 - cjkusyvdb yhunzql |
| Posted by Anonymous |
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